Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Für Leistungen von Annika Bartsch, Ordnung & Klarheit, Strukturcoaching.
Stand: 1. September 2026
1. Anbieterin und Geltungsbereich
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge zwischen
Annika Bartsch
Ordnung & Klarheit | Strukturcoaching
Nauener Straße 60
16833 Linum
Deutschland
E-Mail: coaching@annibartsch.de
nachfolgend „Anbieterin“, und ihren Kunden über die vereinbarten Beratungs-, Coaching-, Strukturierungs-, Workshop- und digitalen Leistungen.
- Kunde kann ein Verbraucher im Sinne des § 13 BGB oder ein Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sein. Abweichende Bedingungen eines Unternehmers gelten nur, wenn die Anbieterin ihnen ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
- Individuelle Vereinbarungen und das konkrete Angebot gehen diesen AGB vor.
2. Leistungsgegenstand und rechtliche Einordnung
- Inhalt, Umfang, Ort, Dauer, Termine, Vergütung und gegebenenfalls geschuldete Arbeitsergebnisse ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Angebot oder der Bestellübersicht.
- Soweit nicht ausdrücklich ein bestimmtes, objektiv prüfbares Arbeitsergebnis vereinbart wurde, schuldet die Anbieterin eine fachgerechte Tätigkeit, aber keinen bestimmten persönlichen, gesundheitlichen, organisatorischen oder wirtschaftlichen Erfolg.
- Wird ausdrücklich ein konkretes Arbeitsergebnis vereinbart, richten sich Abnahme und Mängelrechte nach dem individuellen Vertrag und den gesetzlichen Vorschriften. Die bloße Bezeichnung eines Angebots als Coaching oder Beratung entscheidet nicht allein über die rechtliche Einordnung.
- Coaching, Strukturberatung und Hypnoseangebote ersetzen keine ärztliche, psychotherapeutische, heilkundliche, rechtliche oder steuerliche Behandlung oder Beratung. Es werden keine Heilversprechen abgegeben.
- Leistungen, die der Fernunterrichtsregelung unterliegen, werden nur angeboten, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen einschließlich einer gegebenenfalls erforderlichen Zulassung erfüllt sind. Diese Bestimmung ersetzt nicht die Prüfung des einzelnen Angebots.
3. Eignung, Eigenverantwortung und Grenzen der Leistung
- Der Kunde entscheidet eigenverantwortlich über die Umsetzung besprochener Schritte. Die Anbieterin berücksichtigt die bei Vertragsschluss erkennbaren Ziele und Grenzen des Auftrags.
- Der Kunde soll die Anbieterin rechtzeitig informieren, wenn Umstände bestehen, die einer sicheren Durchführung entgegenstehen können. Es sollen nur Angaben mitgeteilt werden, die für die konkrete Leistung erforderlich sind. Einzelheiten zu besonderen personenbezogenen Daten werden nicht durch diese AGB, sondern durch eine gesonderte Datenschutzinformation und, soweit erforderlich, eine gesonderte Einwilligung geregelt.
- Erkennt die Anbieterin Anzeichen einer akuten Krise, einer behandlungsbedürftigen Erkrankung oder einer sonstigen fachlichen Grenze, darf sie die Leistung unterbrechen oder ablehnen und auf geeignete fachliche Hilfe verweisen. Gesetzliche Rechte beider Parteien bleiben unberührt.
- In akuten Notfällen ist nicht die Anbieterin, sondern der Rettungsdienst unter 112 oder der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 zu kontaktieren.
4. Vertragsschluss
4.1 Individuelles Angebot
- Ein individuell übersandtes Angebot ist für die darin genannte Bindungsfrist verbindlich. Fehlt eine Bindungsfrist, kann es innerhalb von vierzehn Tagen angenommen werden.
- Der Vertrag kommt durch die rechtzeitige Annahmeerklärung des Kunden in Textform oder durch eine von beiden Seiten eindeutig bestätigte Buchung zustande.
4.2 Online-Bestellung
- Produktdarstellungen auf der Website sind noch kein verbindliches Vertragsangebot. Der Kunde kann seine Eingaben vor Abgabe der Bestellung prüfen und berichtigen.
- Mit Betätigung der eindeutig als zahlungspflichtig gekennzeichneten Bestellschaltfläche gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab.
- Der Vertrag kommt erst zustande, wenn die Anbieterin die Bestellung ausdrücklich in Textform annimmt oder die bestellte Leistung beziehungsweise den digitalen Inhalt bereitstellt, je nachdem, welches Ereignis zuerst eintritt.
- Die Vertragssprache ist Deutsch. Die Anbieterin sendet dem Kunden nach Vertragsschluss eine Vertragsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger. Diese enthält die gesetzlich erforderlichen Vertragsinformationen, die anwendbaren AGB, die Widerrufsbelehrung und gegebenenfalls die Erklärungen zum vorzeitigen Leistungsbeginn oder Sofortdownload.
- Ob und wie der Vertragstext darüber hinaus im Kundenkonto gespeichert und abrufbar bleibt, wird vor Abgabe der Bestellung im Bestellprozess mitgeteilt.
5. Verbraucherinformationen und Widerruf
- Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung.
- Soll eine Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, ist dafür eine gesonderte ausdrückliche Erklärung des Verbrauchers erforderlich. Bei einem Widerruf vor vollständiger Leistung kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen Wertersatz geschuldet sein.
- Soll ein digitaler Inhalt sofort bereitgestellt werden, ist dafür eine gesonderte ausdrückliche Zustimmung und Bestätigung der Kenntnis vom möglichen Erlöschen des Widerrufsrechts erforderlich.
- Bei einem Vertragsschluss über eine Online-Benutzeroberfläche stellt die Anbieterin, soweit gesetzlich erforderlich, während der Widerrufsfrist eine ständig verfügbare, hervorgehobene und leicht zugängliche elektronische Widerrufsfunktion bereit.
- Gesetzliche Widerrufsrechte gehen abweichenden Storno- und Kündigungsregeln vor.
6. Mitwirkung des Kunden
- Der Kunde stellt die zur Durchführung vereinbarten Informationen, Entscheidungen, Zugänge und Ansprechpartner rechtzeitig zur Verfügung.
- Bei Leistungen für Unternehmen sorgt der Kunde dafür, dass Räume, Technik, Teilnehmerinformationen und erforderliche interne Freigaben zum vereinbarten Termin verfügbar sind.
- Verzögerungen, die der Kunde zu vertreten hat, verlängern vereinbarte Fristen angemessen. Ein zusätzlicher Vergütungsanspruch besteht nur nach den gesetzlichen Vorschriften oder einer vorher transparent getroffenen Vereinbarung.
7. Termine, Umbuchung und Stornierung
- Die folgenden Regeln gelten nur für individuell reservierte Termine und Workshops, nicht für die Ausübung eines gesetzlichen Widerrufsrechts.
- Eine Stornierung muss in Textform erfolgen. Maßgeblich ist der Zugang bei der Anbieterin.
- Soweit im individuellen Angebot keine günstigere Regelung vereinbart wurde, kann die Anbieterin bei einer vom Kunden zu vertretenden Stornierung folgende pauschalierte Entschädigung verlangen:
- bis einschließlich vierzehn Kalendertage vor dem Termin: keine Entschädigung,
- dreizehn bis acht Kalendertage vor dem Termin: 30 Prozent der auf den stornierten Termin entfallenden Vergütung,
- sieben bis drei Kalendertage vor dem Termin: 60 Prozent der auf den stornierten Termin entfallenden Vergütung,
- weniger als 72 Stunden vor dem Termin oder bei Nichterscheinen: 80 Prozent der auf den stornierten Termin entfallenden Vergütung.
- Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass kein Schaden oder nur ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Ersparte Aufwendungen und Einnahmen aus einer anderweitigen Belegung werden angerechnet.
- Vorher offengelegte und infolge der Stornierung tatsächlich nicht mehr vermeidbare Fremdkosten, beispielsweise verbindlich gebuchte Räume, werden nur in nachgewiesener Höhe berechnet. Sie werden auf eine Stornopauschale angerechnet und nicht doppelt erhoben.
- Sagt die Anbieterin einen Termin ab, bietet sie nach Wahl des Kunden einen zumutbaren Ersatztermin an oder erstattet bereits gezahlte Vergütung für die ausgefallene Leistung. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.
- Die Parteien können anstelle einer Stornierung eine Umbuchung vereinbaren. Ein Anspruch auf einen bestimmten Ersatztermin besteht nicht, solange keine Umbuchung bestätigt wurde.
8. Preise, Auslagen und Zahlung
- Gegenüber Verbrauchern werden Gesamtpreise einschließlich gesetzlicher Umsatzsteuer und sonstiger unvermeidbarer Preisbestandteile angegeben. Gegenüber Unternehmern kann die Vergütung zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer ausgewiesen werden, wenn dies vor Vertragsschluss klar mitgeteilt wird.
- Reise-, Übernachtungs-, Raum- oder sonstige Fremdkosten werden nur geschuldet, wenn Art und Berechnungsweise vor Vertragsschluss transparent vereinbart wurden.
- Soweit nichts anderes vereinbart ist, ist eine Rechnung innerhalb von vierzehn Tagen nach Zugang ohne Abzug zahlbar.
- Für Verzug gelten die gesetzlichen Vorschriften. Gegenüber Verbrauchern setzt Verzug ohne vorherige Mahnung nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein.
- Zur Aufrechnung ist der Kunde mit unbestrittenen, rechtskräftig festgestellten oder entscheidungsreifen Gegenforderungen berechtigt. Verbraucher dürfen außerdem mit Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis aufrechnen.
9. Vertraulichkeit und Datenschutz
- Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen aus der Zusammenarbeit vertraulich. Das gilt nicht für Informationen, die bereits rechtmäßig bekannt oder öffentlich zugänglich sind, ohne Pflichtverletzung öffentlich werden oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung beziehungsweise vollstreckbarer behördlicher oder gerichtlicher Anordnung offengelegt werden müssen.
- Die Anbieterin darf vertrauliche Informationen erforderlichen Mitarbeitern, freien Fachkräften, Beratern und Auftragsverarbeitern zugänglich machen, soweit dies für die Vertragsdurchführung erforderlich ist und diese Personen angemessen zur Vertraulichkeit verpflichtet sind.
- Personenbezogene Daten werden nach den gesetzlichen Vorgaben und der jeweils geltenden Datenschutzerklärung verarbeitet. Ist die Anbieterin für einen Unternehmenskunden als Auftragsverarbeiterin tätig, schließen die Parteien vor Beginn der Verarbeitung einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO.
- Eine Nennung des Kunden oder die Verwendung als Referenz ist nur nach vorheriger ausdrücklicher Zustimmung zulässig. Die Zustimmung kann für die Zukunft widerrufen werden.
10. Unterlagen und Nutzungsrechte
- Von der Anbieterin erstellte Unterlagen, Konzepte, Arbeitsblätter, Texte, Grafiken und digitale Inhalte können urheberrechtlich geschützt sein.
- Mit vollständiger Zahlung erhält der Kunde ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für den im Angebot genannten Zweck. Verbraucher dürfen erworbene Arbeitsmaterialien für den eigenen privaten Gebrauch nutzen. Unternehmenskunden dürfen sie nur innerhalb der im Angebot bezeichneten Organisation und für den vereinbarten internen Zweck verwenden.
- Veröffentlichung, Verkauf, Unterlizenzierung, öffentliche Zugänglichmachung, Vervielfältigung für Dritte oder Entfernung von Urheberhinweisen bedürfen der vorherigen Zustimmung, soweit nicht eine gesetzliche Erlaubnis eingreift.
- Vom Kunden bereitgestellte Inhalte bleiben dessen Inhalte. Der Kunde räumt der Anbieterin die für die Vertragsdurchführung erforderlichen Nutzungsrechte ein und versichert, hierzu berechtigt zu sein.
11. Digitale Produkte
- Wesentliche Eigenschaften, Dateiformat, Funktionalität, Kompatibilität, technische Voraussetzungen, Preis und Bereitstellungsart werden auf der Produktseite oder im Angebot vor Vertragsschluss angegeben.
- Digitale Inhalte werden zu dem vereinbarten Zeitpunkt bereitgestellt. Fehlt eine Zeitangabe, erfolgt die Bereitstellung unverzüglich nach Vertragsschluss und, soweit erforderlich, nach Eingang der gesonderten Zustimmung zum Sofortdownload.
- Der Kunde ist für eine geeignete Internetverbindung, kompatible Endgeräte und übliche Programme zum Öffnen der vor Vertragsschluss angegebenen Dateiformate verantwortlich.
- Die gesetzlichen Anforderungen an Vertragsmäßigkeit, Aktualisierungen, Nacherfüllung, Vertragsbeendigung, Minderung und Schadensersatz bleiben vollständig unberührt.
- Ist ein Downloadlink nur befristet verfügbar, wird die Dauer vor Vertragsschluss mitgeteilt. Eine solche Befristung beschränkt nicht die gesetzlichen Rechte bei unterbliebener oder mangelhafter Bereitstellung.
12. Laufzeit und Kündigung
- Einmalige Leistungen enden mit vollständiger Erfüllung. Befristete Verträge enden mit Ablauf der vereinbarten Dauer, sofern nicht gesetzlich oder vertraglich etwas anderes bestimmt ist.
- Bei unbefristeten Verträgen oder fortlaufenden Leistungen ergeben sich ordentliche Kündigungsfrist und Kündigungsweg aus dem individuellen Angebot. Fehlt eine wirksame Vereinbarung, gelten die gesetzlichen Vorschriften.
- Das Recht beider Parteien zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
- Zwingende Kündigungsrechte, insbesondere nach dem FernUSG, bleiben unberührt.
13. Haftung
- Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie in allen anderen Fällen zwingender gesetzlicher Haftung.
- Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet die Anbieterin auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
- Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
- Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten gesetzlicher Vertreter und Erfüllungsgehilfen der Anbieterin.
- Eine Beratung oder ein Coaching enthält keine Garantie für einen bestimmten Erfolg. Diese Klarstellung begrenzt keine Haftung, die nach den vorstehenden Absätzen oder zwingendem Recht besteht.
14. Verbraucherstreitbeilegung
Die Anbieterin ist weder bereit noch verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
15. Schlussbestimmungen
- Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts nicht entzogen wird.
- Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist für Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis der Sitz der Anbieterin Gerichtsstand. Zwingende gesetzliche Gerichtsstände bleiben unberührt.
- Individuelle Vereinbarungen haben nach § 305b BGB Vorrang. Soweit für Erklärungen Textform vereinbart wird, bleiben mündliche Individualabreden und gesetzlich strengere oder günstigere Formregeln unberührt.
Annika Bartsch
Nauener Straße 60
16833 Fehrbellin OT Linum